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Wie geht es dem Darm Ihres Hundes?

Im Humanbereich wird verstärkt daran geforscht, Zusammenhänge zwischen bestimmten Erkrankungen und der Darmflora  zu erklären. Darmflora ist eigentlich ein veralteter Begriff - Synonyme sind Intestinalflora, intestinale Mikrobiota, intestinales Mikrobiom. Damit wird die „..Gesamtheit der Mikroorganismen bezeichnet, die den Darm von Menschen und Tieren besiedeln und für den Wirtsorganismus von entscheidender Bedeutung sind..“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Darmflora).

Unbestritten ist, dass eine gesunde und ausgeglichene Darmflora die Basis für einen gesunden Organismus ist, dieses gilt für Menschen und für Hunde. Deshalb ist es auch so wichtig, die Darmflora durch eine ausgewogene Ernährung, eine regelmäßige Darmpflege und einen gesunden Lebensstil intakt zu erhalten. Es gibt viele Faktoren, die das Gleichgewicht des Darmmikrobioms aus dem Ruder laufen lassen können und sich auf diese Weise negativ auf die Gesundheit auswirken (siehe Liste unten).

Kann man Erkenntnisse aus der Humanforschung auf den Hund umsetzen? Ja, denn die ‚Regeln‘, nach denen die Bakterien mit dem Wirt, also Mensch bzw. Hund, zusammenarbeiten, sind allgemeingültig. Auch in der Veterinärmedizin wird langsam erkannt, dass eine enge Wechselbeziehung zwischen der Gesundheit des Wirtes und der des Darmmikrobioms besteht.  

Für jeden Hund, der

  • Antibiotika
  • andere Medikamente
  • regelmäßige Wurmkuren
  • Floh- oder Zeckenmittel
  • häufige Impfungen
  • und / oder längere Zeit Fertigfutter

bekommen hat, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, an einer Störung der physiologischen Darmflora zu leiden. Dies ist von außen oft nicht direkt erkennbar! In den meisten Fällen ist die Kotbeschaffenheit sogar normal. Wenn die Darmwand nicht von "guten" Darmbakterien besetzt ist, können sich ungewollte Keime ansiedeln. Kaiserschnittgeburten und häufige Entwurmungen / Giardienbehandlungen beim Welpen führen bereits beim jungen Hund nicht selten zu Darmproblemen, die sich über ein ganzes Hundeleben hinziehen können.

Offensichtlicher ist eine Störung der Darmflora bei folgenden Symptomen:

  • Durchfall
  • wechselnde Kotkonsistenz
  • Blähungen
  • Bauchgeräusche
  • Erbrechen
  • chronische oder wiederkehrende Entzündungen (z.B. Otitis) / Infekte
  • Allergien / Hautprobleme
  • Autoimmunkrankheiten
  • Kotfressen oder Fressen von Erde, Steinen, exzessives Grasfressen

Die beiden häufigsten Darmerkrankungen beim Menschen sind Colitis ulcerosa und Morbus Crohn. Beim Hund ist der Sammelbegriff für das ähnliche Krankheitsbild IBD (Inflammatory Bowel Disease), das immer häufiger auftritt.

Haben Sie schon einmal vom Leaky Gut Syndrom (durchlässiger Darm) gehört? Das Problem mit Leaky Gut ist, dass  es ist nicht so offensichtlich ist wie andere Erkrankungen. Genau deshalb wird es sehr oft nicht behandelt und wird zum chronischen Problem, das sich dann zeigt in Allergien, Autoimmunerkrankungen, Verhaltensveränderungen, Arthritis, IBD, Pankreasinsuffizienz, schwacher Immunabwehr und vielem mehr. Der enge Zusammenhang mit dem Zustand der Darmmikrobiota wird meist nicht gesehen und nicht behandelt.

Dabei ist es einfach, die Darmmikrobiota untersuchen zu lassen, eine einzige Kotprobe reicht. Haben pathogene Keime überhand und /oder fehlen die guten Keime, kann man gezielt den Darm mit einer Darmsanierung und der Ergänzung mit Probiotika und Präbiotika pflegen, schützen und ihn abdichten.

Eine Darmsanierung schützt und nährt die gesamte Darmflora,  verbessert die Funktion des Immunsystems (80% der Funktionen des Immunsystems haben ihren Ursprung im Darm), schützt die Darmschleimhaut gegen das Eindringen und die Vermehrung von schädlichen Mikroorganismen und verbessert so die Aufnahme von wertvollen Nährstoffen.

Bitte sprechen Sie mich an, gerne berate ich Sie, wie der Darm Ihres Hundes ganz individuell saniert und aufgebaut werden kann.

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