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Welche Komponente fehlt in den meisten Futternäpfen?

Meistens fehlt es im Hundefutter an Omega-3 Fettsäuren.

Viele Hunde haben Gesundheitsprobleme aufgrund von unbemerkten und deshalb nicht behandelten chronischen Entzündungen im Körper. Erst nach längerer Zeit entwickeln sich Erkrankungen wie Krebs. Alle Krankheiten, deren Bezeichnungen mit „-itis“ enden, bezeichnen Entzündungsvorgänge im Körper: Hepatitis, Arthritis, Pankratitis, Cystitis, Gastritis, Myokarditis usw. Allergien, Nierenerkrankungen, Demenz, Krebs und Diabetes werden auch durch Entzündungen verursacht. Getreidelastiges Futter und Pflanzenöle sind reich an entzündungsfördernden Omega-6 Fettsäuren. Anders als der Mensch können Hunde aus Omega-6 Fettsäuren kein Omega-3 synthetisieren, deshalb gehört zu einer ausgewogenen Ernährung des Hundes die Supplementierung von Omega-3 Fettsäuren. Omega-3 Fettsäuren sind ein natürlicher Gegenspieler zu Entzündungen. Die besten Quellen sind für den Hund die marinen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA, die aus Fischölen stammen.

Ich hatte kürzlich eine interessante Diskussion mit einer Tierärztin, die als Ernährungsberaterin eines großen Fertigfutterherstellers arbeitet. Es ging um die in letzter Zeit von den Fertigfutterherstellern stark beworbenen Omega-3 Fettsäuren. Zumindest über deren Wichtigkeit in der Hundeernährung waren wir einer Meinung. Allerdings hat sie im Laufe der Diskussion eingestanden, dass die sehr fragilen Omega-3 Fettsäuren im Fertigfutter nicht konserviert werden können. Wie auch – kurze Zeit nach Öffnung der Fertigfuttertüte werden sie ranzig! Damit kehrt man den Effekt um, d.h., man kippt dem Hund gesundheitsschädliche ranzige Fettsäuren in den Futternapf. Denn wenn ungesättigte Omega-3 Fette oxidieren, also ranzig werden, entstehen durch die Reaktion mit Sauerstoff so genannte freie Radikale, die die Zell-DNA beschädigen (Lipidperoxidation). Der Rat der Tierärztin war nun, das Futter nur in kleinen Tüten zu kaufen und möglichst bald aufzubrauchen. Dass das Futter evtl. schon Monate im Lager stand, hat sie nicht berücksichtigt.

Wenn Sie also Ihren Hund mit Omega-3 Fettsäuren aus Fischöl versorgen wollen, achten Sie darauf, dass diese mit einem natürlichen (!) Konservierungsstoff, z.B. natürlichem Vitamin E, haltbar gemacht wurden. Nur so können Sie sicher sein, dass Sie Ihrem Hund wirklich gesundheitsfördernde Omega-3 Fettsäuren füttern.

 

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