Grass

Warum isst mein Hund Gras?

Hundehalter fragen sich oft, warum ihr Hund Gras isst. Exzessives Grasessen kann ein Anzeichen von Verdauungsproblemen oder anderen Erkrankungen sein, aber in den meisten Fällen ist das Tier nicht akut krank. Gras hat einige positive Gesundheitseffekte, und die Hunde wissen dies instinktiv.

Einige Autoren weisen darauf hin, dass Gras dazu dient, den Darmtrakt von Parasiten zu reinigen. Gras hat auch viele Ballaststoffe, die die Verdauung unterstützen und die Darmtätigkeit anregen. Es ist reich an Chlorophyll (Farbpigment, das Pflanzen und Algen ihre grüne Farbe verleiht) und Antioxidantien. Leider können unsere Hunde das Gras nicht gut genug verdauen, um an das Chlorophyll zu kommen - es kommt genauso raus wie es reinkommt, jeder Hundehalter hat sicherlich schon mal diese Erfahrung gemacht. Wilde Karnivore dagegen essen den vorverdauten und damit aufgeschlossenen Magen-/Darminhalt ihrer Beutetiere und haben ansonsten auch Zugriff auf eine Vielzahl von gesunden wilden Kräutern, die reich an verdaulichem Chlorophyll, Mineralien und Vitalstoffen sind. Unsere Haushunde haben sie oft keine andere Möglichkeit an Grünzeug zu kommen außer an das Grasbüschel am Feldrand. 

Nach meiner Beobachtung essen Hunde, die mit Fertigfutter ernährt werden, häufiger Gras. Das ist ja auch kein Wunder bei einem Futter, das hocherhitzt ist und monatelang im Regal steht - die Hunde leiden unter Enzym- und Vitalstoffmangel.

Bild1Erstaunlicherweise ist die Molekularstruktur von Chlorophyll fast identisch mit der von Hämoglobin, welches Bestandteil von roten Blutkörperchen ist. Hämoglobin ist verantwortlich für den Transport von Sauerstoff zu allen Zellen und Organen des Hundes. Die Aufnahme von Chlorophyll hat direkte Auswirkung auf das Blut - es wirkt blutbildend, blutreinigend und entschlackend. Chlorophyll hilft bei Infektionen, bei der Wundheilung, unterstützt das Immun- und Verdauungssystem, sorgt für ein gesundes Gewebewachstum und entgiftet insbesondere die Leber. Es ist bekannt für seine hervorragenden Eigenschaften bei der Krebsvorsorge. Es bindet Schwermetalle, sodass sie ausgeschieden werden, bevor es zu Organschäden wie Nierenversagen kommen kann.

Glücklicherweise können Sie als Hundehalter Ihrem Hund das Chlorophyll ohne großen Aufwand zur Verfügung stellen. Grüne Blattsalate sind hervorragend geeignet, genauso wie Brokkoli, Spinat, Petersilie und viele heimische Kräuter (weitere Beispiele siehe Liste unten). Ganz hervorragend funktioniert das, wenn Sie das Gemüse pürieren - siehe mein Blogbeitrag über Smoothies: http://beute-konzept.info/teilen-sie-ihre-smoothies/.

Fazit: Es ist absolut ok, wenn Ihr Hund ab und zu kleine Portionen Gras isst. Wenn das Tier gesund ist, seine regelmäßigen Checks beim Tierarzt hat und frisch gefüttert wird. Bei häufigem Graskonsum sollte die Gesundheit und Ernährung überprüft werden.

Chlorophyll - reiche Lebensmittel
Algen (z.B. Chlorella, Spirulina), Petersilie, Spinat, Kohl, Brokkoli, Grünkohl, grünes Blattgemüse, Brennnessel, Löwenzahn, Giersch. 

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