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Praxistipps für die Gabe von Ergänzungen und Kräutern

Ergänzungen und Kräuter können wertvolle natürliche Nähr- und Wirkstoffe liefern, die unseren Tieren fehlen. Zahlreiche negative Einflussfaktoren wirken auf die Gesundheit unsere Hunde und Katzen ein: Umweltgifte, Medikamente, Stress, Wurmkuren, Impfungen, mangelnde Futter-/Fleischqualität (insbesondere Mangel an Omega-3 Fettsäuren und Antibiotikabelastung), Enzymmangel und toxische Stoffe bei Fertigfutterfütterung, Rassedispositionen für bestimmte Erkrankungen und noch viel mehr. Viele Hundehalter sehen diese Einflüsse und möchten ihr Tier optimal versorgen. Folgende Tipps sollen Ihnen dabei helfen:

  1. Lassen Sie sich von einem Ernährungsberater, Kräuterexperten oder Tierheilpraktiker beraten. Die Gabe von Ergänzungen sollte individuell auf Ihr Tier abgestimmt sein. Gesundheitszustand, Fütterung, Aktivität und Alter sind z.B. wichtige Faktoren, die berücksichtigt werden sollten. Außerdem hilft viel NICHT viel!
  2. Kaufen Sie keine x-beliebigen Kräutermischungen im Internet. Kräuter sollten immer Arzneibuchqualität haben, und für Fischöle z.B. sollte ein Analysenzertifikat vorliegen.
  3. Fangen Sie langsam und vorsichtig an. Ich empfehle mit 1/4 der empfohlenen Dosierung zu beginnen. Die meisten Tiere passen sich problemlos innerhalb von 10 Tagen an die Enddosis an. Wenn Ihr Tier ein empfindliches Verdauungssystem hat, sollten Sie noch langsamer vorgehen.
  4. Eins nach dem anderen. Wenn Sie mehrere Ergänzungen füttern möchten, warten Sie ein bis zwei Wochen ab, bis sich der Organismus auf eine Ergänzung eingestellt hat. Manche Hunde brauchen einfach eine gewisse Zeit, z.B. ältere Tiere. Bei akuten Problemen muss allerdings oft schnell gehandelt werden.
  5. Seien Sie einfallsreich. Besonders bei Hunden, die jahrelang Fertigfutter bekommen haben, muss man sich den ein oder anderen Trick einfallen lassen, damit sie natürliche Ergänzungen essen. Etwas Brühe, Joghurt oder Hüttenkäse untergerührt verbessert die Akzeptanz. Sie sind sicher auch erfolgreicher, wenn Sie die Ergänzungen unter das Futter mischen anstatt nur obenauf zu streuen. Mit der Zeit gewöhnen sich die Tiere an den neuen Geschmack.
  6. Beobachten Sie Ihr Tier gut. Sollte es zu Verdauungsproblemen kommen, stoppen Sie die Fütterung und kontaktieren Sie Ihren Berater.
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