Cancer Rate

Krebs beim Hund – eine Epidemie

Krebs ist bei vielen Rassehunden ein großes Problem. Krebsraten von 20% bis 30% werden als „normal“ angesehen, da sie im Verhältnis zu den 50% und 60% bestimmter Rassen wesentlich geringer ausfallen (Golden Retriever z.B. haben in den USA Krebsraten von ca. 60%). In den USA werden jährlich ca. 6 Millionen Hunde mit Krebs diagnostiziert, und Krebs ist verantwortlich für die Hälfte der Todesfälle und die Haupttodesursache bei Hunden, die älter als 2 Jahre sind. Eine wahre Epidemie.

Hunde habe die höchste Krebsrate aller Säugetiere! Die  Grafik oben stellt dies anschaulich dar (Quelle: Institute of Canine Biology, Carol Beuchat PhD).

Warum tritt Krebs so häufig beim Hund auf? Da wir heute wissen, dass die Entwicklung des Genoms von Hund und Mensch parallel erfolgt ist, lassen sich Erkenntnisse der Krebsforschung übertragen. Wissenschaftler schätzen, dass nur ca. 5 bis 10% der Krebsfälle durch eine genetische Prädisposition entstehen und 90 bis 95% auf Faktoren aus der Umwelt und der Lebensweise des Individuums. Dazu zählen Umweltverschmutzung und Gifte, Übergewicht, zu wenig Bewegung, Infektionen, Stress und falsche Ernährung. In den Industrienationen teilen Mensch und Hund – in unterschiedlichen Ausprägungen – einen gemeinsamen Lebensstil. Dies impliziert einen großen Einfluss auf beider Gesundheit, wie hohe Zahlen an Typ II Diabetes, Herzerkrankungen und Krebs belegen.

Deshalb sollte man die gesundheitlichen Probleme nicht einfach als „rassespezifisch“ gegeben und als schicksalhaft hinnehmen. Es gibt einige grundsätzliche Prozesse, die die gehäuften Krebserkrankungen beim Hund beeinflussen. Die junge Wissenschaft der Nutrigenomik liefert außerdem weitere entscheidende Erkenntnisse darüber, wie bestimmte Nährstoffe sowohl vor der Entwicklung vieler Krebsarten schützen als auch den Fortschritt hemmen können. Eine ausgewogene, artgerechte Ernährung kann chronischen Krankheiten vorbeugen oder gar beeinflussen. Sie macht einen großen Unterschied!

Wenn bereits Krebs diagnostiziert wurde, kann die in diesem Beitrag http://beute-konzept.info/beste-therapie-fuer-beste-freunde/ beschriebene ketogene Diät (und zusätzliche begleitende Maßnahmen) nicht nur eine Chance zur Heilung, sondern auch in der palliativen Begleitung eine große Rolle spielen, da sie sehr gut verträglich sind.

Jeder Hundehalter kann hier selbst aktiv werden und selbst die Kontrolle über die Krebserkrankung des Hundes übernehmen. Gezielt und wissenschaftlich begründet kann er viel für seinen Vierbeiner sowohl vorbeugend als auch im Krebsfalle tun. Eine ausgewogene, artgerechte Fütterung unserer Hunde mit frischen Lebensmitteln kann einen erheblichen Beitrag zur Krebsprävention leisten.

 

 

 

 

 

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