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Ist Knoblauch giftig oder gesund?

Knoblauch (Allium sativum) wird seit tausenden von Jahren in der Medizin und Volksheilkunde eingesetzt. Hippocrates empfahl Knoblauch bei Infektionen, Krebs und Verdauungsproblemen, und auch die alten Römer gaben Knoblauch bei einer Vielzahl von Beschwerden, von Erkältung bis zu Epilepsie und Krebs.
Auch die moderne Wissenschaft hat bewiesen, dass Knoblauch das Immunsystem stärkt, bakterielle und virale Infektionen sowie Pilzerkrankungen bekämpft, die Leber unterstützt, Cholesterin und Triglyceride im Blut senkt und sogar bei Krebs wirkt.

Zu den hervorragenden antioxidativen Wirkungen von Knoblauch kommt noch hinzu, dass er wurmabweisend wirkt (Studie siehe unten).

Rohe Knoblauchzehen enthalten Alliin und das Enzym Allinase. Wenn Knoblauch gehackt oder geschnitten wird, kommen Alliin und Alliinase in Kontakt und bilden das so gesunde Allicin. Daher sollte man zerkleinerten Knoblauch ca. 5 – 10 Minuten liegenlassen bevor man ihn isst oder kocht. Roher, frisch zerkleinerter Knoblauch wirkt therapeutisch viel intensiver als gekochter Knoblauch.

Eine Studie aus dem Jahr 2000 (siehe unten), bei der große Mengen an Knoblauch an Hunde verfüttert wurden, hat für viel Wirbel bei Hundehaltern gesorgt. Laut der Studie können große Mengen Knoblauch bei Hunden (5g Knoblauch pro kg Körpergewicht!!!) oxidative Schäden an roten Blutzellen anrichten,die sogenannte Heinzkörperanämie. Ein sehr kleiner Hund mit 4,5 kg Körpergewicht müsste danach 25g Knoblauch (etwa die Hälfte einer Knolle bzw. 6 bis 8 Knoblauchzehen) täglich essen, um gesundheitliche Schäden davonzutragen. Es dürfte äußerst schwierig sein, solche Knoblauchmengen in einen Hund zu bringen. Bei keinem der Tiere in der Studie entwickelte sich übrigens eine Anämie.

Daher empfehle ich die Fütterung von gepresstem oder kleingehacktem frischen Knoblauch – die gesundheitsfördernden Eigenschaften sind hervorragend. Und solange Sie sich an die Vorgabe von ca. 1/2 Zehe für einen 15 kg Hund halten, 3 mal wöchentlich, kann die Gabe nur positive Wirkungen haben.


Quellen:

Hematologic changes associated with the appearance of eccentrocytes after intragastric administration of garlic extract to dogs. Lee KW, Yamato O, Tajima M, Kuraoka M, Omae S, Maede Yhttp://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11108195


Evaluation of the anthelmentic activity of garlic (Allium sativum) in mice naturally infected with Aspiculuris tetraptera. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18673129

 

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