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Ist das normal? (Ist es nicht!)

Man hat sich daran gewöhnt - unsere Hunde haben jede Menge Gesundheitsprobleme. Sie haben zum Beispiel starken Zahnstein, chronischen Juckreiz, ewig tränende Augen, Verhaltensprobleme (z.B. Hyperaktivität), Analdrüsenprobleme, riechen stark 'nach Hund', brauner Ausfluss kommt aus den Ohren, immer wieder zeigen sich Hot Spots. Sie vertragen verschiedene Futtersorten nicht und setzen riesige weiche, stinkende Kothaufen ab. Diese Symptome sind so weit verbreitet, dass sie den Hundehaltern ganz normal vorkommen. Aber sie sind nicht normal. Kein Hund, auch nicht im fortgeschrittenen Alter, sollte diese Gesundheitsprobleme haben, denn sie sind ein Zeichen dafür, dass irgendwo etwas grundsätzlich nicht stimmt.

Meistens werden solche Probleme nicht an der Wurzel gepackt sondern durch Unterdrückung der Symptome behandelt. Aber sie kommen immer wieder und verschlimmern sich im Laufe der Zeit, neue Probleme kommen hinzu. Die Hundehalter nehmen das so hin, in der Annahme, dass es eben am Alter liegt, der Rassedisposition oder eben einfach Schicksal ist.

Nehmen wir als Beispiel so etwas Gewöhnliches wie die weichen, stark riechenden, riesigen Kothaufen, die so viele Hunde absetzen. Vergleichen Sie diese mal mit denen von gesunden, mit BARF gefütterten Hunden! Die Kothaufen sind viel kleiner, fest und riechen kaum, sie vergehen auch viel schneller. Der Grund ist, dass mit einer artgerechten Ernährung die Nährstoffe viel besser absorbiert werden. Fertigfutter hat Füllstoffe und meist über 50% Kohlenhydrate, die vom Verdauungssystem eines Caniden überhaupt nicht verstoffwechselt werden können und ausgeschieden werden. Dadurch, dass der Kot bei gebarften Hunden viel fester ist, haben diese Hunde auch keine Probleme mit den Analdrüsen, die beim Stuhlgang durch den Druck natürlich entleert werden. Geschwollene und / oder entzündete Analdrüsen sind ein Standardproblem in jeder Tierarztpraxis.

Viele Menschen denken, dass ein Hund einfach nach Hund riechen muss. Kennen Sie das fettiges Gefühl an den Fingern beim Streicheln mancher Hunde? Diese Hunde riechen oft auch extrem. Das ist nicht normal! Denn es liegt am falschen Futter und ist ein Indikator, dass der Stoffwechsel ein Problem mit den vielen Zusatzstoffen im Fertigfutter hat.

Zahnstein ist auch so ein weit verbreitetes vermeintlich normales Thema, und viele Hundehalter lassen regelmäßig beim Tierarzt den Zahnstein Ihres Lieblings entfernen (natürlich muss der Hund dabei sediert werden, was ja auch risikobehaftet ist). Andere ignorieren den Zahnstein, was  massive, gesundheitsgefährdende Schäden verursachen kann. Würde der Hund natürlich ernährt, müsste er Fleisch und Knochen kräftig kauen, ließen sich viele dieser Probleme vermeiden.

Stattdessen füttert man sehr gerne die beliebten Kauartikel, die erstens oft chemisch behandelt wurden und aus minderwertigem, schlecht verdaulichem Protein bestehen. Dies wiederum verursacht Blähungen und leberbelastende Abbaustoffe.

Allergien, Futtermittelunverträglichkeiten und damit einhergehende Hautprobleme gehören ebenfalls zu den häufigsten Gründen für Tierarztbesuche. Tiere mit einem gesunden und starken Immunsystem, die von Anfang an abwechslungsreich ernährt wurden und damit die Chance hatten als Welpe die orale Toleranz des Darms aufzubauen, haben wesentlich größere Chancen ihr Leben fröhlich und ohne chronische Hauterkrankungen zu verbringen.

Unsere Gesellschaft ist an übergewichtige Haustiere gewöhnt. Ursächlich ist nicht nur die  Ernährung (Fertigfutter liefert große Mengen an Kohlenhydraten, die die Fettleibigkeit fördern), sondern natürlich auch  mangelnde Bewegung. Man hat schon gar keine Blick mehr dafür, wie ein schlanker Hund aussieht, so sehr sind wir an den Anblick dicker Haustiere gewöhnt. Übergewicht legt bekanntermaßen den Grundstein für viele chronische Erkrankungen und eine artenreduzierte Darmflora.

Und dann das Lebensalter - insbesondere bei größeren Hunderassen ist eine geringe Lebenserwartung normal. Die aktuelle Statistik des UK Kennel Club wird ein beängstigendes Bild auf den Gesundheitszustand und die Lebenserwartung unserer Rassehunde. Mit einer artgerechten Ernährung können Hunde viel älter werden, viel länger gesunde Gelenke und Knochen haben und ein starkes Immunsystem. 'Viel zu früh von uns gegangen...' ist nicht normal.

Die Natur hat alles, was unsere Hunde brauchen. Ernähren Sie Ihren Hund artgerecht, denn dies ist die Grundlage für Gesundheit. Unterstützen Sie ihn mit natürlichen Ergänzungen und Naturheilmitteln. Packen Sie das Übel an der Wurzel anstatt Symptome zu unterdrücken. Ihr Hund wird es Ihnen mit Vitalität und Gesundheit bis ins hohe Alter danken.


 

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