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Friert Ihr Hund? Tipps zum Aufwärmen von innen!

Ist Ihr Tier ein Wärme- oder Kältetyp?

Yin und Yang sind das Fundament der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) und beschreiben die grundlegende Dualität der Welt. Gesundheit ist ein Gleichgewicht, und Yin und Yang tauschen sich im gesunden Organismus harmonisch aus – Tag und Nacht, Winter und Sommer, Anspannung und Entspannung, Schlaf und Wachsein. Dieses Wechselspiel sorgt für Wohlbefinden und unterstützt die gesunden Körperfunktionen. Aber jedes Ungleichgewicht stört, und Krankheiten sind die Folge.

Die Ernährung spielt in der TCM eine große Rolle

Heilmittel können wärmen wie etwa Zimt und Ingwer, andere wirken kühlend wie Löwenzahn. In den Heilpflanzenbüchern des Mittelalters finden sich übrigens erstaunliche Parallelen zur TCM. Heilmittel werden auch hier als „wärmend oder kühlend“, als „trocknend oder schleimend“ gekennzeichnet.

Manche Hunde sind hitzige Typen, d.h. sie haben laut TCM ein Yin Defizit und zeigen Zeichen von exzessiver Wärme im Körper, indem sie oft hecheln, viel trinken und zur trockenen Haut neigen.

Aber andere haben genau das gegenteilige Problem, besonders jetzt zur kalten Jahreszeit. Diese Tiere frieren leicht - sie haben nach TCM Lehre ein Yang-Defizit. Der Lieblingsplatz ist in der Sonne, unter der Decke, auf der Heizung oder vor dem Ofen. Typische Krankheiten bei sind generelle Schwäche und Müdigkeit, Infektanfälligkeit, schwacher Appetit, chronischer Durchfall, Verdauungsschwäche, Gewichtsverlust, Kurzatmigkeit oder Inkontinenz. Yang liefert Wärme und Energie, deshalb fehlt solchen Tieren oft der Antrieb, besonders wenn sie älter werden. Sie liegen viel, haben eine schwache Hinterhand (mit oder ohne Arthritis) und gehen langsam, wobei der hintere Teil des Körpers sichtbar schwächer ist. Diese Tiere hecheln kaum (nur bei großer Anstrengung, großer Hitze oder bei Stress) und haben eine blasse, feuchte Zunge. Ihr Charakter ist eher ausweichend, sie sind unauffällig und neigen zu Unsicherheit.

Da der Organismus bei Yang-Defizit geschwächt ist, benötigt man leicht verdauliche, wärmende und kräftigende Nahrung. Besonders lange gekochte Brühen waren stets das Heilmittel für Kranke und Schwache, auch in der abendländischen Ernährungsheilkunde.

Hier ein Rezept für eine hervorragende Knochenbrühe:

SuppeKochen Sie am besten Gelenkknochen mit viel Knorpel und 2 - 4 EL Apfelessig mindestens 24 Stunden. Der Essig entzieht den Knochen verstärkt Mineralstoffe. Kontrollieren Sie ab und zu, ob die Knochen während des Kochens mit Wasser bedeckt sind. Nach dem Abkühlen ist die Brühe geleeartig und sie können sie portionsweise einfrieren. Bitte werfen sie die ausgekochten Knochen weg – auf keinen Fall verfüttern! Die wertvollen Inhaltsstoffe sind in der Brühe, und gekochte Knochen sind spröde und können leicht splittern.
Selbstverständlich können Sie zum Schluss noch Gemüse kurz mitkochen, das macht die Brühe noch wertvoller. Brokkoli, Petersilie, Möhren, Kohlrabi, Zucchini, Sellerie, Knoblauch etc. sind gut geeignet.
Ihr Hund wird begeistert sein, wenn Sie die Brühe unters Futter mischen!

Ein warmes Frühstück gibt einen kraftvollen Start in den Tag. Es eignen sich Lebensmittel wie Saaten, Wurzeln oder Knollen (rote Beete, Möhren, Fenchel), da diese Energien speichern.

Weitere Nahrungsmittel, die Hunde (und natürlich auch Menschen) wärmen, sind:

Eier, Wild, Lamm, Geflügel, Ziege, Fasan, Lammniere, Forelle, Ziegenmilch, Brokkoli, Ingwer, Basilikum, Thymian, Zimt, Kürbis, Knoblauch, Weißdorn und Kurkuma.

Füttern Sie Ihrem kälteempfindlichen Tier möglichst oft von diesen energiereichen Nahrungsmitteln, sie wärmen von innen, heilen und sorgen für mehr Aktivität und Wohlbefinden. Wichtig ist auch die Zubereitung: das Futter sollte immer leicht angewärmt gegeben werden.

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