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Es ist Heidelbeer-Saison!

Heidelbeeren für den Hund?

Oh ja, unbedingt! Ein ganzes Arsenal von Nährstoffen findet sich in der kleinen blauen Beere. Myrtillin, der blaue natürliche Farbstoff, wirkt gegen freie Radikale und hält die Blutgefäße elastisch. Ein hoher Gehalt an Vitamin C und E in Heidelbeeren unterstützt die zellschützende Wirkung und stärkt außerdem das Immunsystem. Mineralien wie Kalium, Mangan, Kupfer, Eisen und Zink ergänzen die gesunde Wirkung.

Schon lange in der Volks- und Naturheilkunde bekannt, unterstützen Heidelbeeren besonders den Darm, indem die enthaltenen Gerbstoffe die angegriffene Schleimhaut schützen und  bakterien- und virushemmend wirken. Deshalb werden getrocknete Heidelbeeren auch zur Behandlung von Durchfallerkrankungen verwendet. Außerdem liefern die starken Früchtchen gesunde Ballaststoffe.

Besonders reich an gesunden Inhaltsstoffen sind  wilde Heidelbeeren, Zuchtheidelbeeren haben nicht ganz dieselben Heilkräfte. Aufgrund der Warnungen vor dem Fuchsbandwurm empfhielt es sich allerdings nicht, Heidelbeeren im Wald zu pflücken.

Interessant finde ich eine Studie, die 2006 von der Universität von Alaska Fairbanks durchgeführt wurde*. In der Studie wurden Schlittenhunden während des Trainings Heidelbeeren als Ergänzung gefüttert. Man hat festgestellt, dass die Schlittenhunde signifikant höhere Werte von Antioxidantien im Blut hatten als die Vergleichsgruppe. Also schützt die Heidelbeere besonders Sporthunde, die hart trainieren und Stress ausgesetzt sind (Stichwort „oxidativer Stress“). Die wertvollen Antioxidantien sind ein natürliches Anti-Aging-Programm für ältere Hunde, und jeder Hund profitiert von den immunstärkenden Eigenschaften der Heidelbeere und der Präventionswirkung für Krebs und Herzerkrankungen.

Nun schütten Sie nicht gleich ein Pfund Heidelbeeren in den Napf Ihres Vierbeiners. 😉 Denn wie jedes Obst enthalten Heidelbeeren auch Zucker, und der ist nicht gesund für unsere Haustiere.

Am besten füttern Sie natürlich frisch geerntete und gewaschene Heidelbeeren, aber Sie können sie selbstverständlich auch einfrieren.  Am besten pürieren oder zerquetschen, damit die gesunden Beeren auch vom Hundedarm verwertet werden können. Fangen Sie mit ein, zwei Beeren an und testen Sie die Verträglichkeit. Jeder Hund ist anders, und zu viele Heidelbeeren können auch Durchfall verursachen. Also langsam steigern. 8 bis maximal 10 Beeren für den kleinen Hund sollte die tägliche Obergrenze sein, und wie immer gelten Maßhalten, Ausgewogenheit und Abwechslung als Grundprinzipien bei der gesunden Hundefütterung.

PS: Für Menschen sind die blauen Beeren selbstverständlich auch sehr empfehlenswert! :-)


* Total antioxidant power in sled dogs supplemented with blueberries and the comparison of blood parameters associated with exercise
Comparative Biochemistry and Physiology Part A: Molecular & Integrative Physiology, Volume 143, Issue 4, Pages 429-434
Kriya L. Dunlap, Arleigh J. Reynolds, Lawrence K. Duffy

 

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