Kruter

Die wichtigsten nahrhaften Kräuter

Wenn man an gesunde Hundeernährung denkt, fällt einem zunächst die artgerechte, ausgewogene Rohfütterung ein. Aber reicht das aus? Der Hundeorganismus braucht für eine optimale Versorgung, besonders in Belastungssituationen, bei Krankheit und beim älter werdenden Hund,  Nährstoffe und Vitalstoffe in hoher Bioverfügbarkeit, und hier kommen spezielle nahrhafte Kräuter ins Spiel. Kräuter können die Nahrung Ihres Hundes auf vielfältige Weise ergänzen, indem sie in konzentrierter Form synergetisch und nährstoffreich Defizite ausgleichen und so Erkrankungen vorbeugen.

Die Wirkung von nahrhaften Kräutern

  • Kräuter können wertvolle heilende Wirkungen haben, indem sie Ballaststoffe oder Schleimstoffe liefern, entwässernd oder adaptogen (den Organismus in Stresssituationen unterstützend) wirken, oder eine Schlüsselrolle bei der Nährstoffaufnahme spielen.
  • Sie können sowohl als Nahrung als auch als Medizin eingesetzt werden, da sie Elemente von beiden in sich tragen.
  • Sie liefern Kohlenhydrate, Fette und Proteine, Vitamine und Mineralstoffe für eine optimale Nährstoffversorgung.
  • Sie stärken das Immunsystem.
  • Sie können entgiftend wirken.
  • Sie nähren auf allen Körperebenen – Gehirn, Knochen, Muskeln, Haut, Fell, Herz, Lunge, Leber und Nieren.

Nährende Kräuter können Sie frisch oder getrocknet füttern und einfach über das Futter geben. Hier ein paar verbreitete, sehr wirksame Beispiele für Kräuter, die Sie füttern können.

Die Große Klette (Arctium lappa)

Mein Favorit! Von der Großen Klette wird meist die getrocknete Wurzel in Pulverform gefüttert. Sie ist besonders wertvoll für die Haut, und kann bedenkenlos über lange Zeiträume gegeben werden. Sie regt die Verdauungssäfte an und den Appetit, und absorbiert Giftstoffe aus dem Darm.

Sie können die nahrhafte Wurzel auch frisch ausgraben und wie Karotten oder Schwarzwurzeln kochen. Hunde nehmen die Große Klette sehr gerne. Die Wurzel der Große Klette liefert Inulin (wirkt prebiotisch und nährt und stärkt die Darmflora), Eisen, Magnesium, Silizium, Thiamin (Vitamin B1), Natrium, Kalium, Phosphor und Chrom.

Ein älterer Blogbeitrag von mir beschreibt die Große Klette näher:

http://beute-konzept.info/die-grosse-klette-arctium-lappa-wirklich-grossartig/

Brennnessel (Urtica dioica)

Die Brennnessel ist sehr vielseitig. Sie kann Arthrose, Arthritis, Prostatabeschwerden und Blasenprobleme lindern sowie entzündliche Darmerkrankungen positiv beeinflussen. Die Brennnessel ist ein Blutreiniger, kann entwässernd wirken, fördert Nieren- und Leberfunktion und hilft bei der Verdauung. Sie hat einen ungewöhnlich hohen Mineralstoffgehalt, enthält Kalium, Kalzium, Chrom, Magnesium, Phosphor, Silizium, Thiamin und Vitamin C. Bei Nierenerkrankungen werden Brennnesselsamen unterstützend eingesetzt. Bei Harnwegs- und Prostataerkrankungen kommt ebenfalls Brennnessel zum Einsatz, spült die Harnwege und schwemmt so krankheitserregende Keime aus.

Die Brennnessel mildert allergische Reaktionen durch pflanzliche Histamine, die durch die Konkurrenz mit körpereigenem Histamin Rezeptorplätze belegen.

Doch sie ist nicht nur Heilmittel, sondern die reichlich enthaltenen Nähr-und Vitalstoffe machen Sie zu einem delikaten und gesunden Lebensmittel, was langsam aber sicher den Weg in Spitzenrestaurants und Gesundheitsküchen zurückfindet.

Ginseng

Es gibt über 700 verschiedene Ginseng-Arten! Ginseng gilt als universales Tonikum für Menschen und Tiere und ist eines der ältesten Naturheilmittel.

Wenn Hunde älter werden, lässt u.a. die Fähigkeit des Darms nach, Nährstoffe zu absorbieren, ebenso verlangsamen sich nach und nach die Organfunktionen. Das Resultat sind Schlappheit, Energiemangel und ein zunehmendes Krankheitsrisiko. Ginseng regt den Appetit an und hilft nachgewiesenermaßen bei der Resorption von Nährstoffen.

Ginseng enthält starke Antioxidantien, die den Körper in besonderen Belastungssituationen, bei Müdigkeit und Krankheit unterstützen. Saponine regulieren Cholesterin- und Blutzuckerspiegel. Ginseng wirkt unterstützend bei Funktionsstörungen der Leber und verbessert die Durchblutung der Organe. Besonders erwähnenswert ist die positive und ausgleichende Wirkung bei Stress.

Kurkuma (Curcuma longa)

Kurkuma, das gelb-orangefarbene Pulver, das in vielen Curry-Mischungen enthalten ist, ist bekannt für seine anti-entzündlichen Eigenschaften. Ausführlich habe ich Kurkuma und das Rezept der ‚Goldenen Paste‘ hier beschrieben:

http://beute-konzept.info/die-erstaunlichen-faehigkeiten-von-kurkuma-curcuma-longa/

Dies ist sicher keine vollständige Liste, aber die beschriebenen Kräuter und Wurzelpulver sind sehr effektiv in ihrer Wirkung bei unseren Hunden. Kaufen Sie die Zusätze in guter Qualität, am besten aus Bio-Anbau. Probieren Sie einfach mal eine oder mehrere Komponenten aus, je nach dem individuellen Bedarf Ihres Hundes, und beginnen Sie stets vorsichtig in kleiner Dosierung.

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