Getreide nein

Die unsichtbaren Killer: Mykotoxine

Mykotoxine sind sekundäre Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen, die in Lebens- und Futtermitteln vorkommen können. Mykotoxine können bei Mensch und Tier bereits in geringsten Konzentrationen akute oder chronisch toxische Wirkungen zeigen. Laut Schätzungen der UN Food and Agriculture Organization (FAO)  sind 25% der weltweiten Getreidemengen, und der daraus hergestellten Grundnahrungsmittel, mit Mykotoxinen belastet!

"Mykotoxikosen, die Bezeichnung für durch Mykotoxine verursachte Erkrankungen, können sich immunsuppressiv, krebserregend oder erbschädigend auswirken."

"... die heutige Analytik zum Nachweis von Mykotoxinen in Unternehmen genügt nicht den Anforderungen! Die derzeitig angewendeten Analytikverfahren erlauben es nicht das Risiko Mykotoxine ausreichend unter Kontrolle zu halten."

http://www.lebensmittelzeitung.net/studien/pdfs/465_.pdf *

Die Schimmelgifte sind - im wahrsten Sinne des Wortes - ein wachsendes Problem im Fertigfutter. Sie als Verbraucher sagen, für Sie ist das kein Problem? Sie kaufen immer nur kleine Mengen Fertigfutter zum schnellen Verbrauch und lassen die Tüte geschlossen? Das hört sich gut an, aber die Mykotoxine sind schon drin im Futter! Die Futtermittelhersteller kaufen die Rohstoffe bereits mit den Schimmelgiften! Die Pilze wachsen bereits vor der Ernte, oder wenn ihr Wachstum durch falsche Lagerung gefördert wird. Weiterhin kann ein Verschimmeln der Zwischen- und Endprodukte auf allen Stufen der Herstellung, des Handels und letztendlich im privaten Haushalt vorkommen.

Die Kontamination von Futtermitteln lässt sich wohl nicht vermeiden. Purina, ein großer Konzern der Fertigfutterindustrie, hat sich diesbezüglich gegenüber der South China Morning Post geäußert -

bestimmte Mykotoxine seien ein unvermeidbarer natürlicher Schadstoff (“unavoidable natural contaminant”) ...

http://www.scmp.com/news/hong-kong/article/1482845/carcinogen-found-hong-kong-pet-food-consumer-council

Getreidebasierendes Fertigfutter ist also risikobehaftet. Wenn Sie unbedingt Getreide füttern möchten (in geringen Mengen!), dann verwenden Sie bitte Getreide, das für den menschlichen Verzehr gedacht ist und vermeiden Sie unbedingt solches, das für Tierfutter deklariert wurde. 

Die gesündeste Alternative? Steigen Sie um auf frisches, selbst hergestelltes Futter - ohne Getreide! 

 


* Das ist übrigens eine lesenswerte Studie! Sie zeigt anschaulich die Einschätzung der Nahrungsmittelindustrie, u.a. der Futtermittelhersteller, zur Mykotoxin Tests und Verbraucherverhalten.

Weiterlesen:

Streit E, Schatzmayr G, Tassis P et al. (October 2012). "Current situation of mycotoxin contamination and co-occurrence in animal feed--focus on Europe".Toxins 4 (10): 788–809. doi:10.3390/toxins4100788.PMC 3496989. PMID 23162698. 

http://www.bfr.bund.de/de/rechtliche_regelungen_zu_mykotoxinen_in_lebens__und_futtermitteln-8873.html

http://en.wikipedia.org/wiki/Dog_food#Mycotoxins

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