skaliert Goldpaste

Die erstaunlichen Fähigkeiten von Kurkuma (curcuma longa, Gelbwurz)

Kennen Sie Kurkuma, das gelbe Pulver, Bestandteil des Currypulvers, das in Indien seit tausenden von Jahren eingesetzt wird? Genauer gesagt geht es um das Kurkumin, das aber nur zu ca. 3% im Kurkuma enthalten ist. Und genau um diesen Bestandteil geht es hier.

Kurkumin hat ein ganz besonderes, umfassendes Wirkungsspektrum:

  • Hochwirksames Antioxidant
  • Wirkt anti-entzündlich, antibiotisch und antiviral
  • Reduziert Schmerzen
  • Wird zur Krebsvorbeugung und – behandlung eingesetzt
  • Heilwirkung bei IBD (inflammatory bowel disease) und Magengeschwüren
  • Wirkt bei Blähungen
  • Schützt die Leber vor Toxinen, hilft bei Leberentzündung
  • Hilft bei Arthritis
  • Senkt Blutfettwerte
  • und vieles mehr …

Zum gesundheitlichen Nutzen und zur gut erforschten Wirkungsweise finden sich viele Quellen und Studien.

Kurkumin ist einer der wenigen Nährstoffe, die die Blut- Hirnschranke überwinden können! Doch die meisten Studien beziehen sich auf die direkte Gabe von Kurkumin. Aber Kurkumin wird nicht so leicht vom Körper aufgenommen, denn es wird schnell in der Leber verstoffwechselt und wird schnell wieder ausgeschieden. Es nützt also nicht viel, einfach etwas Kurkuma-Pulver in die Futterschüssel zu kippen. Wie kommen wir nun an den positiven Nutzen des Kurkumin? Wie kann man die Bioverfügbarkeit zu erhöhen? Hier die Tipps:

  • Kaufen Sie nur Kurkuma in Bioqualität und ohne irgendwelche Zusätze, die mehr schaden können als nutzen
  • Überprüfen Sie anhand der Inhaltsstoffliste, ob wirklich Kurkumin enthalten ist
  • Außerdem wird Öl oder Fett benötigt, damit Kurkuma überhaupt vom Darm aufgenommen werden kann. Kurkuma ist schlecht löslich in Wasser – und wird deshalb komplett wieder ausgeschieden, wenn kein Öl (oder Fett) zugegeben wird. Kalt gepresst / virgin / extra virgin sollte die Qualität des Öls sein, ich empfehle Kokosöl, Olivenöl oder Leinsamenöl (=Leinöl) in Bioqualität.
  • Schwarzer Pfeffer enthält eine Substanz namens Piperin, welche die Aufnahme von Kurkumin im Darm fördert und in der Leber die Ausscheidung verlangsamt. Dadurch kann das Kurkumin in den Blutkreislauf gelangen. Durch Piperin kann die effiziente Aufnahme von Kurkumins stark erhöht werden. Neue Studien haben herausgefunden, dass durch die Zugabe von Piperin die Bioverfügbarkeit von Kurkumin bis zu 1000 – fach erhöht wurde. Frisch gemahlener Pfeffer ist am besten! Fertig gemahlener Pfeffer, wie er für Pfefferstreuer verkauft wird, hat nicht genug Piperin.
  • Mehrmals täglich eine kleine Menge erhöht die Wirksamkeit, da Kurkumin schnell ausgeschieden wird

All diese Tipps sind vereint in einem besonderen Rezept, erstellt von Doug English*, einem australischen Tierarzt, der damit große Erfolge hat:

Die ‚Goldene Paste

1/2 Tasse Bio-Kurkuma (125 ml)

1 – 2 Tassen Wasser (250 bis 500 ml)

2 – 3 Teelöffel frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

1/4 Tasse Bio Kokosöl (70 ml)

1 gestr. TL Ceylon Zimt

Mischen Sie Kurkuma und 1 Tasse Wasser in einem Topf und rühren Sie die Flüssigkeit bei niedriger bis mittlerer Hitze für ca. 7 bis 10 Minuten. Nicht kochen! Es sollte sich eine dickflüssige Paste bilden. Bei Bedarf mehr Wasser oder Kurkuma hinzufügen. Von der Kochplatte nehmen, etwas abkühlen lassen. Dann Pfeffer, Zimt und Öl hinzufügen und gut verrühren. Abkühlen lassen, in ein Glas mit Deckel geben und im Kühlschrank aufbewahren. Die Haltbarkeit beträgt ca. 2 – 3 Wochen.

 

Geben Sie die Paste einfach unter das Futter, die meisten Hunde mögen sie sehr gerne. Mit 1/8 TL bis 1/4 TL 2 mal täglich anfangen, abhängig von der Größe Ihres Hundes.

Sollte man die Paste nur unterstützend bei Erkrankungen füttern? Nein, Kurkumin wirkt auch vorbeugend! Machen Sie immer mal eine Kur, auch für den gesunden Hund.

Zum ebenfalls sehr gesunden Kokosöl, Bestandteil der Paste, habe ich bereits einen Beitrag geschrieben:

http://beute-konzept.info/kokosoel-und-kokosflocken/

Bei kranken Tieren stimmen Sie bitte die Gabe von Kurkuma vorher mit dem Tierarzt ab. Trächtige Tiere sollten kein Kurkuma bekommen.


 

http://www.turmericlife.com.au/why-turmeric-for-animals/

Weiterlesen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Curcumin

http://de.wikipedia.org/wiki/Piperin

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23425071

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3139050/

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3323045/

 

Posted in Futterergänzung, Kräuter and tagged , , , , , , , , , , , , .