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Chronische Entzündungen – die Ursache so manchen Übels

Eines Tages fängt der bislang scheinbar gesunde Hund an sich zu kratzen, oder er hat Blähungen oder Durchfall, der immer wieder kommt, oder Ohrinfektionen, die kommen und gehen, oder gar Krebs. Es passiert auch, dass sich das Tier plötzlich merkwürdig verhält, und aus heiterem Himmel aggressiv gegenüber anderen Hunden oder gar Kindern  reagiert.

Allergien, Arthritis, Autoimmunerkrankungen, Krebs, Verhaltensstörungen, Diabetes, Probleme mit dem Verdauungsapparat, Herzerkrankungen, Probleme mit der Leber, Übergewicht und / oder Krankheiten des Urinaltraktes - Wissenschaftler sehen die Ursachen von diesen Erkrankungen in chronischen Entzündungsvorgängen im Körper.

Die noch junge Wissenschaft der Epigenetik untersucht, wann und warum bestimmte Teile des Erbgutes an- oder abgeschaltet werden. Ihre Forschungsergebnisse zeigen, dass Gene in hohem Maße äußeren Einflüssen unterliegen. Vollzogen werden diese Steuerungen über das Epigenom – spezielle molekulare Gruppen, die entlang der DNS-Stränge angelegt sind. Sie wirken wie Schalter, die Gene anknipsen oder stilllegen können. Faktoren, die auf das Epigenom wirken, sind z.B. Bewegung, Stress und Ernährung. Wenn die negativen Einflüsse überhand nehmen, entsteht Krankheit.

Woher kommt nun diese Entzündung? Ein massiver Verursacher ist die Ernährung, und dabei wiederum das Fleisch, das Sie füttern.

Die Fleischerzeugung hat sich bekanntermaßen zu einer Großindustrie entwickelt, deren Ziel es ist, dass die Tiere schnellstmöglich und preiswert Gewicht zulegen. Deshalb bekommen die Rinder Getreide als Futter und laufen nicht mehr auf der Weide. 60% der Fettsäuren in Gras sind Omega-3 Fettsäuren, und das Fleisch von mit Gras gefütterten Rindern hat  2 – 4 mal so viel Omega-3 wie das Fleisch von im Stall gehaltener Tiere. Das Fleisch von mit Getreide gefütterte Rindern hat also einen viel höheren Anteil an Omega-6 Fettsäuren. Diese sind verantwortlich für Entzündungen:

„Im Fleisch von Nutztieren ist das Verhältnis verschoben, da heutige auf Getreide basierende Kraftnahrung einen deutlich höheren Anteil an Omega-6-Fettsäuren aufweist als die natürliche, auf Grünpflanzen basierende Nahrung.“

„Ein hohes Omega-6-zu-Omega-3-Verhältnis wird in einigen Arbeiten mit entzündlichen Vorgängen in Verbindung gebracht.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Omega-3-Fetts%C3%A4uren

Zusätzlich anfeuert werden die entzündlichen Prozesse durch einen Faktor, der meist wenig Beachtung findet! Der Fettanteil, und damit der Anteil von schädlichen Omega-6 Fettsäuren, ist bei im Stall gehaltenen Tieren wesentlich höher als bei Wildtieren, die eigentlich artgerechten Nahrung von Karnivoren. Hier ein Vergleich der Fettanteile von Wildente zur domestizierten Ente:

  Protein Fett Kcal/100g
Wildente 17,4% 15,2% 211
Zuchtente 11,5% 39,3% 404

Quelle: USDA National Nutrient Database,http://ndb.nal.usda.gov/

Fazit: Füttern Sie so oft es geht Fleisch von Weidetieren und auch ab und zu Wildfleisch, damit sind sie der natürlichen Nahrung eines Caniden am nächsten. Ergänzen Sie das Futter durch Omega-3 Fettsäuren, zum Beispiel aus Fischöl und Fisch. Zum Thema Fischöl finden Sie hier noch weitere Hinweise.

Wir können unser Genom beeinflussen durch optimale Ernährung. Und Sie können lernen, dies auch für Ihren Hund zu tun.

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