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Beste Therapie für beste Freunde

Ich möchte Ihnen von der besonderen Arbeit der gemeinnützigen Organisation KetoPet Sancturary in USA, Austin / Texas, berichten (http://www.KetoPetsanctuary.com). Es handelt sich dabei nicht um eine typische Tierschutzeinrichtung. KetoPet rettet Hunde mit unheilbarem Krebs aus Tierheimen – Hunde, die von ihren Besitzern verlassen und zum Sterben dorthin gebracht wurden. Die Behandlung bei KetoPet ist keine Hospizarbeit, sondern man möchte diese Hunde nicht dem Schicksal des sicheren Krebstodes überlassen. KetoPet kämpft um das Leben jedes einzelnen dieser Hunde mit innovativer Krebsbehandlung, wie man sie auch Menschen zukommen lassen würde. Und sie haben ganz erstaunliche Ergebnisse zu verzeichnen: seit dem Start im Oktober 2014 gibt es eine Erfolgsrate von 68%! Insbesondere hat man sehr gute Erfolge bei Hunden mit Hämangiosarkomen, Mammakarzinomen und malignen Lymphomen.

Die an Krebs erkrankten Hunde werden bei KetoPet intensiv von Tierärzten, Wissenschaftlern und anderen medizinischen Fachkräften betreut. Man füttert den Hunden eine ketogene Diät: hoher Fettanteil, kaum Kohlenhydrate und adäquater, d.h. moderater Proteinanteil. Die Idee dahinter ist, die favorisierte Nahrungsquelle von Krebszellen zu eliminieren – die Glucose. Die Ärzte bei KetoPet halten diese spezielle Ernährung für wesentlich wirksamer als jedes Medikament: „nur die Ernährung bewirkt auf vielen verschiedenen Ebenen die Umkehrung von Stoffwechselvorgängen, die nötig ist, um krebswidrige Umgebungsbedingungen zu schaffen“ (Ron Penna, Mitbegründer von KetoPet).

Bereits 1926 hat der Nobelpreisträger, Biochemiker und Arzt Otto Warburg die These aufgestellt, die einfach ausgedrückt besagt, dass Krebs- und Tumorwachstum durch den Vorgang der Glycolyse („Fütterung“ von Krebszellen mit Glucose) unterstützt wird. Eine Verwandlung der Energiegewinnung von Zellen von der anaeroben Vergärung (und anschließender Laktatbildung) in eine aerobe Energiegewinnung kann nach der Warburg-Theorie den Krebs und die Metastasierung stoppen. Wenn Krebszellen in den aeroben Stoffwechsel gezwungen werden, verlieren sie laut Warburg die Fähigkeit unkontrolliert zu wachsen – das Ziel ist ein „Aushungern“ der Krebszellen.KetoPet füttert also die Diät, um den Hundekörper dazu zu zwingen, Fett anstatt Kohlenhydraten zur Energiebereitstellung zu verbrennen.

„Als Ketose bezeichnet man in der Medizin und Veterinärmedizin einen Stoffwechselzustand, bei dem ein Anstieg der Konzentration von Ketonkörpern (Acetoacetat, 3-Hydroxybutyrat, Aceton) in Blut und Extrazellularraum über die Normwerte festzustellen ist. Dabei können die Ketonkörper die Glukose als primäre Energiequelle des Organismus ablösen.“ (Quelle: wikipedia.org). Gesunde Zellen sind sehr effektiv bei der Umwandlung von Ketonkörpern in Energie. Also schlägt man mit der Diät zwei Fliegen mit einer Klappe: einerseits schwächt man die Krebszellen und andererseits unterstützt man den gesunden Zellstoffwechsel.

Bei KetoPet überprüft man ständig den Glucose– und Ketonkörperspiegel im Blut der Hunde, um sicherzustellen, dass der erwünschte Effekt auch wirklich eintritt. Man setzt außerdem bildgebende Diagnosegeräte (CT) ein - ein Standard, wie er sonst nur in der Humanmedizin bekannt ist. Mit den CT Bildern lässt sich der Krebszustand des Patienten gut dokumentieren. Die Hauptbehandlung ist die ketogene Diät und ein Bewegungsprogramm, falls erforderlich werden aber auch übliche schulmedizinische Verfahren wie Chemotherapie, Bestrahlung und Operation eingesetzt.

KetoPet arbeitet ständig an der Verbesserung des Behandlungsprotokolls. Das kleine, engagierte Tam in Texas ebnet den Weg für neue Erkenntnisse und Ansätze bei der Krebsbehandlung unserer Hunde. Ich wünsche diesen Querdenkern viel Erfolg und werde ihre hervorragende Arbeit bestimmt weiter verfolgen, unterstützen und sicher viel daraus lernen. Ihre Erkenntnisse bestätigen erneut, dass die artgerechte Ernährung unserer lieben 4-Beiner die beste Voraussetzung für Gesundheit ist. Vermeiden Sie unbedingt die hohen Kohlenhydratanteile kommerzieller Fertigfutter.

Vielleicht möchten Sie mehr erfahren über KetoPet und auch spenden? Näheres unter http://www.KetoPetsanctuary.com/ oder Facebook/KetoPet.

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